Kommende Ausstellungen

Die kommenden Ausstellungen

TETSCHE - saukomisch

15. Mai bis Oktober 2025

Tetsche veröffentlichte seinen ersten Cartoon im zarten Alter von 16 Jahren in der »Hör zu«. Nach der Schulzeit und einer Lehre als Schriftsetzer arbeitete er dann – während seiner Lehr- und Wanderjahre – als Pflastermaler in Amsterdam, als Layouter bei einer großen Tageszeitung in Köln, klapperte diverse kleine Agenturen ab und landete schließlich als Grafiker und Creative Director in einer großen Hamburger Werbeagentur.


Bis ihn die unbändige Lust überkam, sich als Cartoonist selbstständig zu machen. Erste Zeichnungen erschienen in »Pardon«, »Zeit«, »konkret« und »Hör zu«. Für den »stern« erfand er die Kultseite »Neues aus Kalau«, die dort 40 Jahre lang wöchentlich exklusiv erschienen ist und unzählige Fans nicht nur von den Cartoons, sondern auch von Kuhno van Oyten, dem Abgeschlossenen Roman, Bauernweisheiten, dem Pümpel, Spiegelei und Konsorten hat.


Tetsche hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u. a. zweimal die Silbermedaille des Art Directors Club Deutschland, bereits mehrmals den Publikumspreis des Deutschen Karikaturenpreises und den 1. Platz des Deutschen Cartoonpreises der Frankfurter Buchmesse 2017.



Seit 2012 ist Tetsche Pate der europäischen Initiative »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«. Er lebt hinterm Deich in der Nähe von Hamburg und arbeitet dort als freier Künstler, Cartoonist und Autor.


„Ein Weltbad wie Pyrmont“. Kurstadt und Nationalsozialismus

November 2025 bis Sommer 2026

Nach der Sonderausstellung über die 1920er Jahre in Bad Pyrmont widmet sich das Museum im Schloss nun erstmals der bis dato nur kaum erforschten Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt.

 

In der Ausstellung wird beleuchtet, wie sich historische Ereignisse und Prozesse der nationalsozialistischen Herrschaft in Bad Pyrmont zugetragen haben. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner, Homosexueller und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“, Krieg, Familientrennungen, Zwangsarbeit und Deportation. Auch ein erster Blick auf die unmittelbare Nachkriegszeit mit der alliierten Besatzung, der Unterbringung von Displaced Persons, Vertriebenen und Flüchtlingen, sowie die Entnazifizierung dürfen dabei nicht fehlen.

 

Warum handelt es sich bei dieser Ausstellung aber nicht nur um eine von vielen weiteren NS-Lokalgeschichten? Eine vom nationalsozialistischen Bad Pyrmonter Bürgermeister Zuchold 1935 veröffentlichte Broschüre brachte es auf den Punkt: „ein Weltbad wie Pyrmont“ hieß es darin, sei samt seiner Bürgerschaft „auf Gedeih und Verderb“ mit dem „Fremdenverkehr“ verbunden. In der Ausstellung wird es also auch darum gehen, wie der Nationalsozialismus während seines Aufstiegs, seiner Herrschaftszeit und noch nach seiner Niederlage das Alltagsleben und die Entwicklung des Kurorts, seiner Einwohnerschaft und seiner Gäste samt dem Badebetrieb beeinflussen konnte.

 

Die Ausstellung beruht den Ergebnissen eines Forschungsprojekts des Historischen Seminar der Leibniz-Universität Hannover in Kooperation mit dem Museum, dass 2024/25 vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wurde. 


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